18.10.2023

Der Brautstrauß – die Qual der Wahl

Der Brautstrauß – die Qual der Wahl

Früher Ausdruck von Wohlstand, heute nicht mehr wegzudenken: Der Brautstrauß ist inzwischen fester Bestandteil der meisten Hochzeiten geworden. Was früher oft Kräuter wie Thymian oder Rosmarin waren, sind heute Blumen aus aller Welt. Je nach Jahreszeit sind andere Blumen typisch.

Neben der Blumenwahl ist auch die Brautstraußform eine weitere Entscheidung, die getroffen werden muss.

Aber von Anfang an:

Die Geschichte des Brautstraußes

Vor vielen hundert Jahren wurde in die Sträuße neben duftenden Blumen auch Kräuter eingearbeitet, um Unheil fern zu halten. Bereits die Alten Griechen und Ägypter trugen solche Sträuße zum Altar, wenn auch deutlich kleinere und schlichtere als die, die wir heute kennen. Die Blumen symbolisierten einen Neuanfang und die Hoffnung auf eine glückliche und lange Ehe. Auch die Kräuter strotzten nur so vor Symbolkraft. Rosmarin stand für Loyalität, Efeu für die Bindung der zwei Liebenden und Kräuter wie Thymian, Basilikum oder Heide sollten das Paar schützen.

Besonders im Mittelalter, als die Städte immer voller wurden und die Hygiene abnahm, wurden oft stark riechende Blumen für den Brautstrauß gewählt, um die teilweise strengen Gerüche zu überdecken. In dieser Zeit wird auch der Ursprung der heute weit verbreiteten Tradition des Brautstrauß-Werfens vermutet. Das Berühren der Braut oder Stibitzen eines Teils des Brautkleides sollte Glück bringen – als Ablenkungsmanöver sollen die Bräute begonnen haben den Strauß zu werfen.

Ab dem 16. Jahrhundert wurden Brautsträuße mehr und mehr zu dem dekorativen Accessoire, das sie heute sind. Ein großer, farbenprächtiger Strauß mit exotischen Blumen galt als Ausdruck von Wohlstand und Prestige. Heute ist er in erster Linie ein Dekoelement und erspart den Bräuten beim Gang zum Altar die Frage: wohin nur mit den Händen?

Beliebte Blumen

Heutzutage hat die Braut die Qual der Blumenwahl. Floristen bieten unzählige Sorten das ganze Jahr über an und zusammenpassen müssen sie auch noch, aber dabei hilft zum Glück der Florist des Vertrauens.

Beliebte Blumen sind unter anderem:

  • Rosen

  • Lilien

  • Nelken

  • Dahlien

  • Pfingstrosen

  • Chrysanthemen

  • Tulpen

  • Calla

Brautstraußformen

Zepter

Die auch als Stabstrauß oder Brautkugel bekannte Form zeichnet sich durch seinen langen, meist verzierten Stiel und einem runden Kopf aus.

Wasserfall

Bei dieser Form werden die Blumen und Gräser so arrangiert, dass der Eindruck einsteht, sie würden wie ein Wasserfall nach unten fließen.

Biedermeier

Der Klassiker unter den Brautstraußformen. Kompakt und handlich gebunden ist er bekannt für seinen runden Kopf. Vom Zepter grenzt er sich durch einen kürzeren Stiel ab. Die Biedermeierbindung eignet sich durch die kleine, kompakte Art perfekt für dein Brautstraußwurf.

Tropfen

Eine ebenfalls beliebte Form ist der Tropfen. Vergleichbar mit dem Wasserfall, fließen hier die Blumen in einer abfallende Spitze zusammen.

Aber egal ob Rosen, Calla oder Dahlie, Biedermeier, Zepter oder Tropfen – letzten Endes muss es dem Brautpaar gefallen. Schließlich ist der Brautstrauß zugleich auch ein Ausdruck der Persönlichkeit. Macht ihn euch zu eigen.

Nach der Hochzeit

Für viele Bräute stellt der Brautstrauß ein zentrales Erinnerungsstück dar. So gibt es zahlreiche Methoden, diesen nach der Hochzeit zu konservieren. Lest dazu mehr in unserem entsprechenden Blogbeitrag.

Quellen

https://www.brides.com/story/wedding-bouquet-etiquette

https://www.zankyou.de/p/blumen-fur-die-braut

https://www.weddingstyle.de/brautstrauss-formen/#t-1637678229513

Bildquelle

Foto von Dmitry Zvolskiy von Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/